Oskar wurde leider aufgrund von Überforderung bei uns abgeben.
Er zog auf eine Pflegestelle unseres Vereins und zeigt sich dort welpentypisch neugierig, aufgeschlossen und anhänglich. Bei fremden Hunden ist Oskar anfangs eher zurückhaltend. Mit den vorhandenen Artgenossen – zwei kleinen Hunden – versteht er sich mittlerweile gut, muss aber altersgemäß noch lernen, Grenzen und Rückzug dieser zu akzeptieren. Auch auf Kinder geht Oskar freundlich zu, kann jedoch ebenfalls stürmisch werden. Angesichts des Wachstums sehen wir ihn deshalb eher in einem Zuhause mit standfesten Kindern. Katzen hat Oskar noch nicht kennengelernt, wir gehen aufgrund des Alters jedoch davon aus, dass er sich noch an diese gewöhnen kann.
Oskar hat bislang nicht viel gelernt, weshalb auf Adoptanten einiges an Arbeit zukommt. Ganz besonders wichtig ist uns hierbei jedoch folgendes zu erwähnen: Bei Oskar handelt es sich um einen „Silbernen Labrador“. Die Fellfarbe entsteht durch das Dilute Gen – eine Genmutation, die für die Erkrankung CDA verantwortlich sein kann, unter der viele silberne Labradore leiden. Sie kann zu Fellverlust, Hautreizungen und wiederkehrenden Entzündungen führen.
Sehr umstritten ist zudem, ob das Dilute Gen natürlich in Labrador-Linien vorkommen kann. Viele Zuchtverbände und Genetiker gehen davon aus, dass es historisch durch Einkreuzungen anderer Rassen – insbesondere des Weimaraners – in einige Labradorlinien gelangt sein könnte. Andere argumentieren, dass das Dilute Gen natürlich in jeder Rasse vorkommen kann. Es lässt sich demnach schwer beweisen oder ausschließen, ob ein silberfarbener Labrador reinrassig sein kann oder Vorfahren anderer Rassen hatte.
Was sich jedoch sicher sagen lässt, ist, dass der hohe Vermarktungswert der Farbe in den letzten Jahren dazu geführt hat, dass Vermehrer und Hobby-Züchter (auch Vermehrer) gezielt Weimaraner mit Labradoren verpaart haben.
Auch bei Oskar lässt sich deshalb nicht ausschliessen, dass er ein Weimaraner-Mischling ist, was an Adoptanten potentiell deutlich höhere Herausforderungen stellen kann als ein reinrassiger Labrador. Das kann bedeuten, dass Oskar Eigenschaften wie ausgeprägte Jagdambitionen, Territorialverhalten, Misstrauen gegenüber Fremden und Schutzbereitschaft entwickeln kann.
Angesichts dieses „Risikofaktors“ möchten wir Oskar ungerne an Anfänger vermitteln. Wir verstehen, dass dies bei einigen zu Enttäuschungen führt, jedoch blicken wir besorgt auf die vielen Silbernen Labradore, die aufgrund von Überforderung in unseren Tierheimen abgegeben wurden. Ein solches Schicksal bzw. eine Rückgabe an uns im späteren Alter wollen wir unserem Schützling ersparen und bitten deshalb um Verständnis für dieses Vermittlungskriterium.
Oskar kann in 48268 Greven besucht werden.
Dann füll bitte zunächst unsere Selbstauskunft aus. Weitere Informationen zum Thema Adoption und dem Vermittlungsablauf findest du hier: