Fakten zu Heimat für Pfoten
Kurzbeschreibung
Heimat für Pfoten ist ein Projekt für Inlandstierschutz in Deutschland. Das Projekt gehört zum eingetragenen und gemeinnützig anerkannten Tierschutzverein Lichtblick für Pfoten in Not e. V. Ziel des Projekts ist die Unterstützung von Hunden in Deutschland, die ihr bisheriges Zuhause verlassen müssen oder sich in einer akuten Notsituation befinden.
Heimat für Pfoten vermittelt Hunde in geeignete neue Familien, unterstützt Hundehalterinnen und Hundehalter bei der Abgabeentscheidung und bringt Hunde in dringenden Fällen auf ehrenamtlichen Pflegestellen unter. Neben der Vermittlungsarbeit leistet das Projekt Aufklärungsarbeit und arbeitet nach eigenen Angaben mit Behörden, Tierheimen und anderen Organisationen zusammen.
Trägerverein
Heimat für Pfoten ist kein eigenständiger Verein, sondern ein Projekt von Lichtblick für Pfoten in Not e. V. Der Verein ist im deutschen Vereinsregister eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Der Vereinssitz befindet sich in Teschendorf-Löwenberger Land.
Lichtblick für Pfoten in Not e. V. verfügt nach eigenen Angaben über eine Genehmigung nach § 11 Tierschutzgesetz. Diese Genehmigung ist für bestimmte Tätigkeiten im Tierschutz erforderlich, unter anderem im Zusammenhang mit der Vermittlung und Betreuung von Tieren.
Entstehung
Heimat für Pfoten wurde im Februar 2024 als Projekt für Inlandstierschutz ins Leben gerufen. Im November 2024 wurde ein eigenes Team für das Inlandsprojekt aufgebaut. In diesem Zusammenhang entstanden auch eine eigene Website sowie eigene Social-Media-Kanäle.
Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf Hunden in Deutschland. Eine spätere Erweiterung der Unterstützung auf Katzen in Not wurde nach Angaben des Projekts vorbereitet.
Zweck und Arbeitsbereich
Der Arbeitsbereich von Heimat für Pfoten umfasst vor allem die Unterstützung von Hunden, die aus privaten Haushalten abgegeben werden müssen. Gründe für eine Abgabe können veränderte Lebensumstände, Überforderung, gesundheitliche Einschränkungen, familiäre Veränderungen oder andere persönliche Notsituationen sein.
Das Projekt unterscheidet dabei zwischen akuten Notfällen und geplanter Vermittlungshilfe. In dringenden Fällen kann ein Hund auf eine Pflegestelle ziehen. Bei einer nicht eiligen Abgabe kann der Hund bis zur Vermittlung zunächst im bisherigen Zuhause bleiben, während Heimat für Pfoten den Vermittlungsprozess begleitet.
Inlandstierschutz
Heimat für Pfoten versteht seine Arbeit als Beitrag zum Inlandstierschutz. Der Begriff bezeichnet Tierschutzarbeit innerhalb Deutschlands. Im Mittelpunkt stehen Tiere, die sich bereits in Deutschland befinden und hier ein neues Zuhause benötigen.
Nach Darstellung des Projekts ist Inlandstierschutz unter anderem deshalb relevant, weil viele Tierheime und Tierschutzorganisationen stark belastet sind. Hinzu kommen private Vermittlungen über Online-Plattformen, unüberlegte Hundekäufe sowie Rückläufer aus nicht ausreichend vorbereiteten Vermittlungen.
Hundevermittlung
Die Vermittlung von Hunden erfolgt nicht unmittelbar nach einer Anfrage, sondern über einen mehrstufigen Prüfprozess. Interessierte Personen sollen zunächst den Vermittlungstext des jeweiligen Hundes lesen und prüfen, ob die beschriebenen Voraussetzungen zu ihrer Lebenssituation passen.
Anschließend erfolgt die Kontaktaufnahme über eine Selbstauskunft. Nach einer ersten Prüfung kann ein Telefonat stattfinden. Wenn beide Seiten weiterhin Interesse haben, wird ein Kennenlernen mit dem Hund vereinbart. Vor einer Adoption findet eine Vorkontrolle statt. Die Vermittlung wird durch einen Schutzvertrag und die Zahlung einer Schutzgebühr abgeschlossen.
Schutzvertrag und Schutzgebühr
Der Schutzvertrag regelt die Bedingungen der Vermittlung. Er dient dem Schutz des Hundes und legt fest, unter welchen Voraussetzungen der Hund übernommen wird. Dazu können unter anderem Regelungen zur Weitergabe, Rückgabe oder Haltung gehören.
Bei der Adoption wird eine Schutzgebühr erhoben. Die Höhe kann je nach Hund variieren. Nach Angaben von Heimat für Pfoten dient die Schutzgebühr im Inlandstierschutz auch dem Solidaritätsprinzip: Hunde mit geringen Kosten unterstützen auf diese Weise indirekt Hunde, bei denen höhere Tierarzt- oder Versorgungskosten entstehen.
Pflegestellen
Pflegestellen sind ein zentraler Bestandteil der Arbeit von Heimat für Pfoten. Eine Pflegestelle nimmt einen Hund vorübergehend im eigenen Zuhause auf, bis ein endgültiges Zuhause gefunden wurde. Der Hund lebt dort in einem privaten Alltag und nicht in einer Tierheimstruktur.
Heimat für Pfoten übernimmt nach eigenen Angaben die Tierarztkosten und die Haftpflichtversicherung für Pflegehunde. Bei Bedarf stellt das Projekt Hundetrainerinnen oder Hundetrainer zur Unterstützung zur Verfügung. Die Vermittlung des Pflegehundes wird vom Projekt organisiert.
Abgabe eines Hundes
Hundehalterinnen und Hundehalter, die ihren Hund abgeben müssen, können sich an Heimat für Pfoten wenden. Die Kontaktaufnahme erfolgt über die dafür vorgesehenen Formulare. Dabei unterscheidet das Projekt zwischen Notfallabgabe und Vermittlungshilfe.
Bei einer Notfallabgabe kann ein Hund in dringenden Fällen innerhalb kurzer Zeit auf eine Pflegestelle ziehen. Bei der Vermittlungshilfe bleibt der Hund zunächst im bisherigen Zuhause. Heimat für Pfoten übernimmt dann die Suche nach geeigneten Interessentinnen und Interessenten sowie den Prüfprozess.
Risiken privater Hundevermittlung
Heimat für Pfoten weist auf Risiken bei der privaten Vermittlung von Hunden hin. Dazu gehören fehlende Kontrollmöglichkeiten, unklare Identitäten von Interessenten, mögliche Weitergabe an Dritte, unseriöser Handel, unkontrollierte Vermehrung oder ungeeignete Haltungsbedingungen.
Das Projekt arbeitet mit Vorkontrollen, Nachkontrollen, Schutzverträgen und internen Prüfprozessen. Ziel ist es, den Hund nicht nur bis zur Vermittlung, sondern auch darüber hinaus abzusichern.
Adoption ins Ausland
Der Schwerpunkt der Vermittlung liegt auf Deutschland. In bestimmten Fällen können Hunde auch in ausgewählte Nachbarländer vermittelt werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören unter anderem eine Vorkontrolle vor Ort, das persönliche Kennenlernen des Hundes in Deutschland und die eigenständige Abholung.
Eine direkte Einfuhr aus dem Ausland findet im Rahmen dieses Projekts nicht statt. Der jeweilige Hund befindet sich bereits in Deutschland.
Aufklärung
Aufklärung ist ein Bestandteil der Projektarbeit. Heimat für Pfoten informiert unter anderem über Rassen, Erbkrankheiten, Qualzuchtmerkmale, Anforderungen an Haltung und Erziehung sowie über die Risiken unüberlegter Anschaffungen.
Bei Hunden mit möglichen Qualzuchtmerkmalen sollen entsprechende Hinweise in den Vermittlungstexten benannt werden. Interessierte Personen werden dazu angehalten, sich vor einer Bewerbung mit den Besonderheiten des jeweiligen Hundes und seiner Rasse oder Mischung auseinanderzusetzen.
Spenden
Spenden für Heimat für Pfoten kommen nach Angaben des Projekts den Hunden aus dem Inland zugute. Genannt werden insbesondere Tierarztkosten und Transportkosten. Da Heimat für Pfoten Teil eines gemeinnützig anerkannten Tierschutzvereins ist, können Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.
Spenden erfolgen über das Spendenkonto von Lichtblick für Pfoten in Not e. V. mit dem Verwendungszweck „Heimat für Pfoten“ oder über PayPal.
Kontakt
Anfragen zur Adoption oder Abgabe von Hunden werden ausschließlich über die vorgesehenen Formulare bearbeitet. Telefonische Anfragen oder Anfragen per E-Mail zur Adoption oder Abgabe werden aus organisatorischen Gründen nicht berücksichtigt.
Allgemeine Fragen können über die auf der Website angegebenen Kontaktmöglichkeiten gestellt werden. Die Bearbeitung erfolgt durch ehrenamtlich tätige Mitarbeitende.
Organisation und Team
Heimat für Pfoten wird von einem ehrenamtlichen Team getragen. Zum Team gehören Personen aus den Bereichen Projektleitung, Aufnahme und Vermittlung, Pflegestellenbetreuung, Organisation, Website und Social Media.
Nach Angaben des Projekts gehören zum Team ausgebildete Hundetrainerinnen, sachkundige Mitarbeitende nach § 11 Tierschutzgesetz sowie weitere ehrenamtliche Personen mit Erfahrung im Hundebereich.
Einordnung
Heimat für Pfoten ist ein spezialisiertes Tierschutzprojekt für Hunde in Deutschland. Der Fokus liegt auf strukturierter Vermittlung, Unterstützung bei Abgabeentscheidungen, Pflegestellenarbeit, Kontrollprozessen und Aufklärung. Das Projekt versteht sich als Ergänzung zur Arbeit von Tierheimen, Behörden und anderen Tierschutzorganisationen im Inland.