Der zweijährige Gismo sucht (wieder) einen Hospizplatz 💔

Gismo

Frenchie Gismo entkam im August 2025 einer Vermehrerhölle in Berlin. Bei der Ankunft auf den Pflegestellen befanden er, seine Geschwister und die Mutterhündin sich in lebensbedrohlich unterernährtem Zustand. Bruder Pongo hat nicht überlebt.

Gismo trafen die Folgen der rücksichtslosen Qualzucht-Vermehrung langfristig am schlimmsten: Er leidet an einer Herzerkrankung – Hochgradige Pulmonalstenos (Verengung der rechten Herzkammer). Von einer Operation hat der Herzspezialist abgeraten, für Medikamente ist die Herzfrequenz zu niedrig. Eine zuverlässige Prognose für die Lebenserwartung kann nicht gestellt werden.

Im Oktober wurde unser Herzenswunsch wahr: Gismo fand trotz seiner schweren Erkrankung ein Zuhause. Doch letzten Monat erhielten wir dann die traurige Nachricht, dass er wieder abgegeben werden soll. Seine Hauptbezugsperson hatte sich verletzt, der Rest der Familie wollte sich nicht um ihn kümmern. 

Also zog Gismo wieder auf seine Pflegestelle und wir müssen uns erneut auf die Suche nach einem Hospizplatz machen. Wir wünschen uns für den armen kleinen Kerl sehr, dass es diesmal Für Immer ist. Er litt seit Beginn an starken Verlustängsten – wechselnde Bezugspersonen sind hierbei nicht gerade förderlich. 

Der 36 cm kleine und 9 kg leichte, intakte Gismo ist ein super lieber Kerl. Er mag kleine und große Zweibeiner, andere Hunde und Katzen. Draußen ist er noch sehr aufgeregt, aber grundsätzlich auch für eine städtische Vermittlung und für Anfänger geeignet. Wichtig ist, dass er in seinem neuen Zuhause nicht alleine bleiben muss. 

Gismo sollte sich aufgrund seines Herzfehlers körperlich nicht verausgaben. Kurze Gassirunden meistert er gut. Er leidet qualzuchttypisch auch an Futtermittelallergien, wiederkehrenden Ohrenentzündungen sowie unter stressbedingtem Durchfall. Seine neue Familie sollte damit rechnen, dass dieser nach dem Umzugsstress ins neue Zuhause anfangs wieder auftreten wird. 

Gismo kann auf seiner Pflegestelle in 37287 Wehretal besucht werden.

Hinweis: Die Definition „Hospizplatz“ verwenden wir in Gismos Fall, da er an einer schweren Erkrankung leidet und keine Prognose zur Lebenserwartung gestellt werden kann.
Ausdrücklich nicht gemeint ist eine Dauerpflegestelle, bei der sämtliche Kosten getragen werden. Aktuell verursacht Gismo keine regelmäßigen Tierarztkosten, außer einer halbjährlichen Ultraschallkontrolle seines Herzens. Eine dauerhafte Vereinbarung, dass wir alle Tierarztkosten tragen können, wäre weder fair gegenüber Gismo noch Adoptanten. Als gemeinnütziger Tierschutzverein können wir keine Kostendeckung für die nächsten 10 Jahre einkalkulieren, die Gismo im besten Fall noch vor sich hat. Bitte seht deshalb von der Anfragen mit der Erwartungshaltung ab, dass wir für Gismo dauerhaft Kosten tragen. Danke für euer Verständnis!

Interesse an Gismo?

Dann füll bitte zunächst unsere Selbstauskunft aus. Weitere Informationen zum Thema Adoption und dem Vermittlungsablauf findest du hier.